Creamfields, Liverpool

Keine vier Wochen mehr, dann geht es für meine Kumpels und mich endlich nach Liverpool – ich kann es kaum erwarten, wieder einmal beim Creamfields dabei zu sein. Vom 24. bis zum 27. August lassen wir es in Großbritannien richtig krachen.

Das Line-Up des diesjährigen Festivals ist so vollgepackt mit Knaller-Acts, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Am besten gehe ich erstmal meine Favoriten durch, auf die ich mich am meisten freue:

Das wären Above & Beyond, The Chainsmokers, deadmau5, Disciples, Eric Prydz, FatBoy Slim, Jamie Jones, Luciano, Martin Solveig, Nicky Romero, sasha, Sven Väth, Vini Vici und Wilkinson. Allerdings müssen wir noch mal ganz genau den Timetable durchgehen und überlegen, wie wir die Auftritte am besten koordinieren (was bei so vielen Top-Künstlern wirklich ein echtes Problem ist).

Die einzige Kleinigkeit, die mich immer ein wenig stört, wenn Creamfields auf unserer Liste steht, ist die Bezahlung in britischen Pfund. Mittlerweile hat man sich zwar an das Bezahlsystem gewöhnt, doch die Übernahme des Euros würde zumindest für die meisten europäischen Fans alles noch etwas einfacher machen. Du hast bei dem Festival die Möglichkeit, entweder den kompletten Preis direkt zu bezahlen oder eine Vorleistung von 20 Pfund zu leisten und den Restbetrag dann in Raten abzuzahlen.

Die Campingplätze beim Festival gibt es in unterschiedlichen Kategorien. Dieses Jahr wird es bei uns nichts mit den Silber- und Gold-Paketen, und wir müssen mit dem Bronze-Campingplatz vorliebnehmen. Immerhin gibt es auch dort noch Toiletten und heiße Duschen. Aber um ehrlich zu sein – was braucht ein echter Festival-Freak noch mehr? Die Silber- und Gold-Pakete klingen teilweise wie weichgespült. Das Gold-Paket beinhaltet z.B. eine warme Mahlzeit am Tag, Ledersofas, Sitzlounges, Make-Up, Styling-Plätze, Massagen und sogar eine Cocktail-Bar. Ob eingefleischte Fans das alles nun wirklich brauchen, sei mal dahingestellt. Für uns jedenfalls sieht authentisches Festival-Feeling ein bisschen anders aus. Deshalb sind wir irgendwie doch mit unserem Bronze-Paket von Grund auf zufrieden.

Worauf ich jedes Mal neu gespannt bin, ist unsere Anreise. Diesmal fliegen wir nach Manchester und werden von dort mit dem Zug weiterfahren. Immer wieder hofft man, dass mit den Flügen und Verbindungen alles klappt – und bis jetzt gab es nie größere Probleme. Das Festival selbst findet praktisch zwischen Liverpool und Manchester statt, die Gegend heißt Cheshire und ist durch die beiden naheliegenden Großstädte gut zu erreichen. Von den Stationen der öffentlichen Verkehrsmittel fahren außerdem Shuttlebusse, für die man allerdings extra Tickets kaufen muss.

Was du ebenfalls tun kannst, ist einen günstigen Flug zu suchen, der zu einer der 58 Locations in Großbritannien fliegt, die mit dem Busunternehmen Big Green Coach verbunden sind. Hiermit kannst du dann günstig bis zum Creamfields weiterfahren. Allerdings solltest du schon einen Campingplatz vor Ort haben, damit du nicht jeden Abend/Morgen pendeln musst – was auch wieder ins Geld geht.

Insgesamt ist das Creamfields also schon ein etwas teurerer Spaß als andere Festivals – vor allem solche in Deutschland oder angrenzenden Ländern wie Österreich oder Belgien. Vor allem die Anreise ist ein Kostenfaktor, der sonst viel geringer ausfällt. Stimmung und Line-Up sind jedoch von exzellenter Qualität, sodass du mindestens einmal im Leben bei Creamfields gewesen sein solltest, um auch Großbritannien von deiner „Must See“-Location-Liste streichen zu können.

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